Veröffentlicht am: 21. Dezember 2022

Packt es an!

Nachdem Borkum 2019 als erste deutsche Nordseeinsel in das von Bund und den Ländern aufgelegte Städte- bauförderprogramm aufgenommen wurde und Fördergelder in Höhe von ca. 13 Millionen Euro für die Sanierung der Reede erhielt, wurden der Kommune im November aus dem entsprechenden Fördertopf weitere 22,5 Millionen Euro für die Sanierung des Kurviertels zugesprochen.

Packt es an!

Schon das am 26. April 2018 vom Rat der Stadt Borkum beschlossene integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) weist den von den Borkumer Bürgerinnen und Bürgern aufgezeigten besonderen Handlungsbedarf für das 45 Hektar umfassende Kurviertel aus. Nach einem im Sommer 2020 erfolgten Beschluss des Stadtrates begann die Stadt Borkum 2021 damit, sich eingehender mit der konzeptionellen städtebaulichen Entwicklung des Kurviertels zu beschäftigen, um auch für dieses Quartier die nun erfolgte Aufnahme in das Städtebauförderprogramm sowie die damit zusammenhängende Bereitstellung von benötigten Fördergeldern zu erhalten. Dabei setzte die Stadt Borkum auf einen ausgeprägten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Rahmen von – coronabedingt digitalen – Veranstaltungen, Aktionen und Abstimmungen beteiligen konnten. Hierfür wurde – wie für den Ortsteil Reede im Jahr 2018 – eine sogenannte Vorbereitende Untersuchung (VU) durchgeführt.

Sanierungsziele

Vorläufige Sanierungsziele für das Kurviertel sind u.a. die strukturelle Neuordnung der Funktionsräume für Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Gastronomie und Nahversorgung, die Modernisierung und Neuordnung von öffentlichen Infrastruktureinrichtungen (u.a. Kulturinsel) sowie die klimagerechte und energietechnisch zeitgemäße Sanierung des gesamten Gebietes. Auch der Erhalt und die Weiterentwicklung der wertvollen Bäderarchitektur sollen bei der städtebaulichen Entwicklung des Kurviertels besondere Beachtung finden. Sie soll als baukulturelles Leitbild bei der Vitalisierung des Kurviertels dienen. Außerdem peilt die Stadt an, im Rahmen der durch die Förderzusage nun möglich gewordenen Maßnahmen, das NBG-Verwaltungsgebäude in der Goethestraße zu sanieren sowie eine neue Nutzung der 20.000 m2 großen Fläche des ehemaligen WSA-Geländes inklusive des Parkplatzes am Oppermannspad möglich zu machen. Hierfür wurden in einer Ideenbörse beispielsweise die Entwicklung eines Wohnquartiers, einer Fun-Sporthalle, eines Inselkinos, einer Eventanlage mit Parkhaus oder sogar eine Achterbahn vorgeschlagen.

Über entsprechende Ergebnisse halten wir Sie natürlich  in den kommenden Magazinen stets auf dem Laufenden.

Das Städtebauförderungsprogramm

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms fördert Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund erneut Städte und Gemeinden mit 121,65 Millionen Euro, zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil sind so Investitionen von rund 168 Millionen Euro möglich. Zu den bisher Geförderten sind 13 Maßnahmen neu dazugekommen.

„Mit dem Förderprogramm können Städte und Gemeinden die Stadt- und Ortsentwicklung fördern – und damit lebendige und lebenswerte Ortskerne gestalten. Das kommt auch innerorts gelegenen Geschäften zugute, die durch die Pandemie und zuletzt wegen der steigenden Preise auch im Bausektor belastet werden“,
erklärt Niedersachsens Bauminister Olaf Lies.

„Die Städtebauförderung steht seit über 50 Jahren als verlässlicher Partner an der Seite der Kommunen und bietet Planungssicherheit, damit auch in schwierigen Zeiten weiterhin die dringend benötigten Investitionen in die Anpassung der Innenstädte und Ortskerne zur Verbesserung der Lebensqualität und Attraktivität erfolgen können. Unser oberstes Ziel: Die Menschen sollen sich wohlfühlen in ihrem Umfeld und damit identifizieren“,so Lies.

Mit den Fördermitteln haben die Städte und Gemeinden die Möglichkeit, sich an aktuelle Herausforderungen in der Stadtentwicklung anzupassen. Ziel der Städtebauförderung ist es nicht nur, lebendige Zentren zu schaffen und zu stärken, sondern darüber hinaus auch dringend nötigen Wohnraum zu stellen, soziale Gemeinbedarfseinrichtungen zu fördern und Maßnahmen zum Umgang mit dem Klimawandel zu entwickeln.

„Als positiven Nebeneffekt leistet die Städtebauförderung zudem Anreize für die unter der derzeitigen Baukostensteigerung besonders betroffenen Baubranche. Das sichert Arbeitsplätze im Handwerk und in der Bauwirtschaft und ist gut für die regionale, häufig mittelständisch geprägte Wirtschaft“, fährt Lies fort.

Über die Förderungen werden die Kommunen durch die Ämter für regionale Landesentwicklung unterrichtet. Im Anschluss daran werden die Fördermittel von der NBank bewilligt.

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