BurkanaEin Stück Borkum...



  • Von Sport und Schauspiel über Musik und Tanz bis zu Tierliebe und Tradition
    Wie Borkumer Vereine für gelungene Abwechslung sorgen

    Von Sport und Schauspiel über Musik und Tanz bis zu Tierliebe und Tradition

    Wie Borkumer Vereine für gelungene Abwechslung sorgen

    Die Nordseeinsel Borkum ist zweifelsohne eines der schönsten Fleckchen auf der Erde – und Insulaner können sich wirklich glücklich schätzen, dort zu leben, wo andere Urlaub machen! Denn mal Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon gerne Strand und Meer direkt vor der Haustür, den ganzen Tag gesunde Seeluft um die Nase – und dazu noch eine Heimat, die als schönster Sandhaufen der Welt bezeichnet wird?  

    Während sich diese rhetorische Frage eigentlich von selbst beantwortet, verdeutlicht sie zugleich, welch hohe Lebensqualität die größte der Ostfriesischen Inseln bietet. Doch nicht nur Natur, Seeluft und Heimatgefühl sind dafür entscheidend – auch die bunte Vereinsvielfalt macht Borkum nochmals um ein weiteres Stück lebenswerter und trägt maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Ob Sport, Tanz, Musik, Tierschutz, Schauspiel, der Erhalt von Sitten, Bräuchen und Traditionen oder die Förderung von Attraktionen und Wahrzeichen – auf Borkum gibt es Dutzende tolle Vereine, die nahezu alles abdecken, was man sich nur wünschen kann. 

    TuS Borkum 

    Im Jahre 1937 schlossen sich der Turnverein Jahn (ursprünglich 1890 unter dem Namen „Männerverein Jahn“ gegründet), der FC Borkum sowie der Borkumer Sportverein zum „Turn- und Sportverein e.V. 1890 Borkum“ zusammen. Der Verein entwickelte sich schnell zum größten der Insel und verfügt heute über mehr als 800 Mitglieder. Von Fußball über Hand- und Volleyball, Kampfsportarten, Gymnastik und Turnen bis hin zu Tischtennis, Leichtathletik, Bogensport und Darten – der TuS bietet ein breit gefächertes sportliches Angebot, das Sportvereinen vom Festland um nichts nachsteht. Und das auch in Zeiten von Corona, wie uns die Verantwortlichen versicherten: „Das Corona-Jahr hat uns natürlich wie viele andere ziemlich ausgebremst“, berichtet TuS-Geschäftsführer Hendrik Maisch. „Bedingt durch die vielen Einnahmeverluste aus der Vermietung, wird in den Wintermonaten daher nur das Nötigste erledigt. Festgehalten haben wir allerdings an der Sanierung unserer kleinen Sporthalle, da uns hier bereits im Februar Fördergelder zugeteilt wurden, die es gilt, bis Ende des Jahres abzurufen. Knapp 70.000 € investieren wir in einen neuen Hallenboden und einen Prallschutz, um unseren Sportlern für die kommenden Jahre eine zeitgemäße Sportstätte zur Verfügung zu stellen. Fertigstellung ist für Anfang Januar geplant.

    Im Jahre 1937 schlossen sich der Turnverein Jahn (ursprünglich 1890 unter dem Namen „Männerverein Jahn“ gegründet), der FC Borkum sowie der Borkumer Sportverein zum „Turn- und Sportverein e.V. 1890 Borkum“ zusammen. Der Verein entwickelte sich schnell zum größten der Insel und verfügt heute über mehr als 800 Mitglieder. Von Fußball über Hand- und Volleyball, Kampfsportarten, Gymnastik und Turnen bis hin zu Tischtennis, Leichtathletik, Bogensport und Darten – der TuS bietet ein breit gefächertes sportliches Angebot, das Sportvereinen vom Festland um nichts nachsteht. Und das auch in Zeiten von Corona, wie uns die Verantwortlichen versicherten: „Das Corona-Jahr hat uns natürlich wie viele andere ziemlich ausgebremst“, berichtet TuS-Geschäftsführer Hendrik Maisch. „Bedingt durch die vielen Einnahmeverluste aus der Vermietung, wird in den Wintermonaten daher nur das Nötigste erledigt. Festgehalten haben wir allerdings an der Sanierung unserer kleinen Sporthalle, da uns hier bereits im Februar Fördergelder zugeteilt wurden, die es gilt, bis Ende des Jahres abzurufen. Knapp 70.000 € investieren wir in einen neuen Hallenboden und einen Prallschutz, um unseren Sportlern für die kommenden Jahre eine zeitgemäße Sportstätte zur Verfügung zu stellen. Fertigstellung ist für Anfang Januar geplant.

    Für die Zeit der Sperrung haben wir unsere Nutzer der vereinseigenen Sporthalle in die Ernst-Wiegmann-Halle, in die Sporthalle an der Grundschule sowie der Inselschule umgesiedelt. Es war dabei unser Anliegen, nach der langen Corona-Pause nicht erneut auf Sport verzichten zu müssen. Somit läuft fast alles über die Zeit der Renovierung reibungslos weiter.“

    Heimatverein Borkum e.V.  

    Der Heimatverein wurde 1921 gegründet und feiert demnach im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Die Mitglieder machen sich stark für die Erhaltung der alten Sitten und Gebräuche sowie der ostfriesischen Geschichte und plattdeutschen Sprache und engagieren sich für die Förderung von Kunst, Kultur, Denkmalschutz und Heimatkunde.

    Neben Unterhaltung und Betrieb des Heimatmuseums Dykhus kümmern sie sich dabei z.B. um den Erhalt des Alten Leuchtturms, des Walfängerfriedhofs sowie des Turmwärterhauses Toornhuus und betreiben ein spannendes Archiv. In letzterem werden seit langer Zeit zahlreiche alte Aufzeichnungen, Dokumente, Urkunden, Bilder, Bücher und Broschüren gesammelt, die allesamt bedeutende Quellen für die Heimatforschung sind – und fast die gesamte Geschichte Borkums widerspiegeln. Außerdem setzt sich der Heimatverein für die „Rettung“ alter Zeitzeugnisse wie z.B. den Lustkutter Aegir ein, der mittlerweile vor dem Toornhuus bewundert werden kann.

    Coronabedingt muss auch der Heimatverein um den Vorsitzenden Markus Stanggassinger auf Winteraktivitäten verzichten und geplante Veranstaltungen wie z.B. den traditionellen Neujahrsempfang leider absagen. Das Heimatmuseum wird jedoch weiterhin unter Einhaltung der Abstandsregeln dazu einladen, in die spannende Inselgeschichte einzutauchen.

    DLRG Ortsgruppe Borkum 

    Als um das Jahr 1860 der Bädertourismus zunahm, sorgten auf Borkum zunächst noch einfache Rettungsschwimmer für die Sicherheit der Badegäste – die in dieser Zeit meist in Badekarren in die Nordsee geschoben wurden, da sie des Schwimmens nicht mächtig waren. Die Rettungsschwimmer waren damals überwiegend Seeleute oder ehemalige Matrosen, die im Gegensatz zum größten Teil der Bevölkerung schwimmen konnten. Ab Mitte der 1920er-Jahre kam das Baden immer mehr in Mode, sodass die Borkumer Rettungsschwimmer fortan nach den Standards der 1913 gegründeten Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ausgebildet wurden.

    1952 schließlich rief man die DLRG-Ortsgruppe Borkum ins Leben, die sich seitdem um die Schwimmausbildung kümmert. Dabei konzentrieren sich die Mitglieder hauptsächlich auf die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung und hat sich auf die Fahnen geschrieben, Nichtschwimmer zu Schwimmern– und Schwimmer zu Rettungsschwimmern zu machen. Zudem veranstaltet der Verein normalerweise Events wie z.B. das Neujahrsbaden, das Anschwimmen oder den Kampf gegen die Gezeiten. Aufgrund des Corona-Virus muss das kommende Neujahrsbaden am ersten Tag des Jahres 2021 aber leider ins Wasser fallen.

    Tierschutzverein Borkum  

    Der 1964 von Borkumer Tierliebhabern aus der Taufe gehobene Tierschutzverein hat sich zum Ziel gesetzt, den Tierschutzgedanken auf der Insel zu prägen und zu fördern. Seit 1985 betreiben die Mitglieder auf ihrem Vereinsgelände am alten Upholmdeich das Tierheim, in dem zugelaufene, gefundene oder abgegebene Hunde, Katzen und andere Kleintiere eine vorübergehende Unterkunft finden. Während die Tiere hier liebevoll versorgt und betreut werden, suchen die Verantwortlichen des Vereins ein neues Zuhause für die vierbeinigen Freunde – und konnten bisher zahlreiche an fürsorgliche neue Frauchen und Herrchen vermitteln.

    Zudem haben Borkum-Gäste oder verreisende Insulaner hier die Möglichkeit, ihre Haustiere in Pension zu geben, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass es diesen langweilig wird. Denn die Vereinsmitglieder (derzeit 142) und ehrenamtlichen Helfer sorgen rund um die Uhr dafür, dass es ihren Schützlingen an nichts fehlt. 

    „Aufgrund von Corona werden dieses Jahr keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Vor der Pandemie hatten wir meist in den Herbstferien noch einen kleinen Tag der offenen Tür mit Essen und Trinken und ein wenig Spielereien für die Kleinen. Zu Weihnachten war etwas Ähnliches angedacht – aber auch das fällt nun leider flach“, erklärt der Vereinsvorsitzende Frank Sepmann. „Neben der Pflege der Tiere werden wir daher hauptsächlich mit unserem Neubau beschäftigt sein. Wir planen, einen Teil des Tierheim-Gebäudes abzureißen und größer wieder aufzubauen.“

    Musik & Tanz  

    Selbstverständlich ist auch das Musizieren, Tanzen und Auftreten vor Publikum ein Anliegen vieler Vereine oder vereinsähnlicher Verbindungen auf Borkum. Hier ein paar herausragende Beispiele:

    Borkumer Niederdeutsche Bühne  

    Bereits 1919 gegründet, setzt sich der Borkumer Niederdeutsche Bühne e.V. (BNB) für den Erhalt und die Förderung der plattdeutschen Sprache ein. Hierfür führen die Mitglieder (unter normalen Umständen) einmal im Jahr an drei Abenden eine plattdeutsche Komödie in der Kulturinsel vor, die Schenkelklopfer garantiert und kein Auge trocken lässt.

    Bis kurz vor der Aufführung treffen sich die Darsteller zwei bis drei Mal in der Woche zum Üben im Vereinsheim auf der Reede (Ronde Plate 19) und kreieren dabei jedes Jahr wunderbare neue Theaterstücke mit solch lustigen Titeln wie z.B. „Sexappeal und Mangoschnaps“, „Ein Matjes singt neit mehr“, „Chaos in‘t Bestattungshus“ oder „Hotel Papa“.

    Das zuletzt Ende Februar 2020 aufgeführte Stück hieß „Currywurst raakt Kaviar“ und handelte von dem Versuch einer schmuddeligen Eckkneipe, die sich in kurzer Zeit zum Gourmet Tempel verwandeln soll. „Wegen der Corona-Beschränkungen sind leider keine Vereinsaktivitäten im Winter geplant“, sagt der 1. Vorsitzende Hayo Bootsmann. „Zwar war für Ende Februar/Anfang März eine Aufführung angedacht, allerdings hatte ich schon früh wenig Hoffnung auf eine tatsächliche Durchführung. Mitte November ist dann das Unvermeidliche Gewissheit geworden. Der Vorstand der Borkumer Niederdeutsche Bühne (BNB) hat sich schweren Herzens entschlossen, die geplanten Aufführungen ausfallen zu lassen. Sobold dat weer mögelk is, spöölen wi weer för jau up. Bit darhenn gesund unt munter blieven, Kopp umhoch; wiss komen da uk weer ander Tieden.“

    Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr

    1892 – nur zwei Jahre nach Gründung der Borkumer Freiwilligen Feuerwehr – wurde die Feuerwehrkapelle ins Leben gerufen, die seit 1951 den Namen „Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borkum“ trägt. Bereits ab 1893 erfolgten die ersten öffentlichen Auftritte, sodass die Kapelle im Laufe der Zeit immer populärer wurde. Lediglich unterbrochen durch die beiden Weltkriege sowie deren Folgen entwickelte sich der Musikzug zu einem festen Bestandteil vieler Geburtstage, Hochzeiten, Tagen der offenen Tür, Laternenumzügen oder sonstigen Festivitäten auf Borkum – und trat zudem sogar mehrfach auf dem Festland oder im Fernsehen auf. Die Mitglieder treffen sich – unter normalen Umständen – regelmäßig zum Üben und gemeinsamen Musizieren im Feuerwehrhaus und bereiten sich dabei akribisch auf ihre beliebten Auftritte vor.

    Aufgrund der Corona-Pandemie mussten bereits geplante Auftritte leider abgesagt – und auch seine Proben mussten vorübergehend eingestellt werden. Letztere konnten erst ab Juli dieses Jahres wieder aufgenommen werden. Dies war vorerst jedoch nur sehr eingeschränkt unter Beachtung verschärfter Hygieneregeln möglich, da der Musikzug ein Teil der Feuerwehr ist, die als systemrelevant eingestuft wird. Aus diesem Grund dürfen z.B. Musiker, die aktiv in der Feuerwehr sind, nicht an den Proben teilnehmen. Außerdem durften die übrigen Mitglieder zunächst nur im Freien vor dem Feuerwehrhaus und etwas später zumindest schon mal in der Fahrzeughalle bei offenen Toren üben. „Ab Oktober war diese Möglichkeit dann nicht mehr gegeben, da das Feuerwehrgebäude den Aktiven der Feuerwehr vorbehalten ist, um eine Kontaminierung durch uns zu verhindern“, erklärt Musikzugführerin Sabine Kieviet.

    Auf der Suche nach einem besser belüfteten Raum, der es erlaubt, auch im Winter zu proben, wurde schließlich eine einvernehmliche Lösung mit der Nordseeheilbad Borkum GmbH gefunden. Demnach darf der Musikzug in den kommenden Wochen im großen Saal der Kulturinsel proben.

    Shantychor „Oldtimer“ 

    Der 1976 ins Leben gerufene Shantychor Oldtimer hat sich im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil des musikalischen Insellebens entwickelt. Der vierstimmige Chor – übrigens einer der wenigen seiner Art in ganz Deutschland – präsentiert im Rahmen jährlich wechselnder Auftritte eine bunte Mischung aus klassischen Shantys, irischem Folk und stimmungsvollen Seemannsliedern. Dabei garantieren die Mitglieder unvergessliche Abende und überzeugen mit unterhaltsamen Bühnenshows, die ihresgleichen suchen. Die Oldtimer legen viel Wert darauf, dass auch jüngere Menschen begeistert werden – was sich sowohl an den verschiedenen Altersklassen auf der Bühne als auch im Publikum widerspiegelt. Unter normalen Umständen tritt der Shantychor mehrmals im Jahr auf zahlreichen Borkumer Festen sowie in der Kulturinsel auf. Da in diesem Jahr aber coronabedingt alles anders ist, mussten die Mitglieder leider viele Auftritte absagen. Auch das traditionelle Winterkonzert Anfang Dezember in der Kulturinsel – das kurzzeitig sogar an zwei Terminen (2. + 4.12.) stattfinden sollte, muss leider gecancelt werden.

    Trachtengruppe & Männerchor des Vereins Borkumer Jungens e.V. 1830 

    Der Verein Borkumer Jungens 1830 ist nachweislich der älteste Verein der Insel. Seine Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, Sitten und Gebräuche zu bewahren sowie traditionellen Gesang und Tanz zu pflegen. Letzteres übernehmen vor allem die zwei folgenden Untergruppen des Vereins: 

    Männerchor des Vereins Borkumer Jungens e.V. 1830

    Das genaue Gründungsjahr des Männerchors steht nicht ganz genau fest. Man nimmt jedoch an, dass bereits um 1830 – als die Borkumer Jungens bei bestimmten Treffpunkten zusammenkamen, um sich von ihren Erlebnissen auf hoher See zu berichten – sangesfreudige Männer dabei waren, die auch Lieder und Tänze von ihren Fahrten mitbrachten. Im Laufe der Zeit formierte sich eine feste Gemeinschaft mit regelmäßigen Übungsabenden und dem Ziel, sich der Öffentlichkeit mit ansprechenden Chorkonzerten zu präsentieren.

    Der Männerchor ist so zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens auf Borkum geworden – und zeigt sein Können normalerweise unter anderem z.B. beim traditionellen Maibaumaufstellen am Pfingstsamstag, beim „Olljahresavend“ am 31. Dezember um 18 Uhr vor der Grundschule oder zu Geburtstagen, Goldenen Hochzeiten oder Jubiläen. „Aufgrund von Corona kamen leider nicht unsere Proben lange Zeit zum Erliegen, sondern auch alle unsere üblichen und schon geplanten Auftritte wie u.a. Maibaum, up Börkumer Maneier und Watertoornfest mussten entfallen. Auch die guten alten Traditionen wie das „Aussingen“ der Mitglieder des VBJ e.V. 1830 bei ihrer Vermählung, oder das Ständchen bei Jubiläen-Hochzeiten waren nicht mehr möglich“, sagt der 1. Vorsitzende des Männerchors, Manfred Dannemann. „Glücklicherweise können wir seit dem 7. Oktober wieder gemeinsam proben. Inwieweit Auftritte über den Winter möglich sind, wird die Zeit zeigen. Wir behalten die aktuellen Corona Vorgaben im Blick und passen uns dementsprechend an.“ 

    Trachtengruppe des Vereins Borkumer Jungens e.V. 1830

    Die Trachtengruppe gehört zu den angesehensten Traditionsvereinen auf der Insel und trägt viel dazu bei, die heimatliche Kultur zu pflegen, althergebrachtes Brauchtum zu bewahren und dieses der nächsten Generation näherzubringen. Oberstes Ziel dabei ist die Aufrechterhaltung der alten Sitten und Gebräuche, die mit dem Volkstanz verwandt sind. Die Gruppe wurde 1926 gegründet und gehört seit 1966 zum Verein Borkumer Jungens. 

    Auch sie tritt (unter normalen Umständen) auf zahlreichen Borkumer Events auf, bereichert das Maibaum-Aufstellen und präsentiert das eigens entwickelte Insel-Musical „Up de Walvis“. Dieses erinnert an die goldene Walfängerzeit auf Borkum und erzählt  mit Trachten, Tanz und Shantys eine spannende Geschichte rund um Piraten, Walfänger und mutige Frauen. Wie so vieles andere musste aber auch das beliebte Inselmusical in diesem Jahr leider coronabedingt ins Wasser fallen. 

    Während der kommenden Wintermonate legen die Mitglieder der Trachtengruppe traditionell eine Tanzpause ein, sodass es keine nennenswerten Winteraktivitäten gibt.

    Stiftungen & Fördervereine 

    Borkumer Vereine setzen sich nicht nur für Sport, Tierschutz, Musik oder Traditionen ein, sondern auch für den Erhalt Borkumer Attraktionen, Wahrzeichen und Zeitzeugnissen. Neben dem bereits erwähnten Heimatverein, sind an dieser Stelle vor allem noch die Fördervereine Feuerschiff Borkumriff e.V. sowie der Watertoorn Börkum e.V. zu nennen.

    Förderverein Feuerschiff Borkumriff

    So kümmern sich die Mitglieder des Fördervereins Feuerschiff Borkumriff seit Ende der 1980er-Jahre unermüdlich darum, den im Schutzhafen liegenden ehemaligen schwimmenden Leuchtturm in Schuss sowie fahrbereit zu halten – und interessierten Gästen eine der spannendsten Epochen der Seefahrtgeschichte zu präsentieren. Auf diese Weise gelingt es, ein echtes Traditionsschiff und technisches Kulturdenkmal am Leben zu halten – und an ein ganz spezielles Kapitel maritimer Technikgeschichte in den berüchtigten Gewässern vor Borkum zu erinnern. Mindestens einmal jährlich sticht die Rote Lady samt ehrenamtlicher Mannschaft in See und zeigt sich auf maritimen Großereignissen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der für 2020 geplante Törn zur Sail nach Amsterdam jedoch leider abgesagt werden. Auch die anvisierte Reise zum Hamburger Hafengeburtstag im Jahr 2021 wird sicher ausfallen, da bereits Mitte November dieses Jahres beschlossen wurde, das maritime Großereignis aufgrund von Covid-19 ebenfalls vorsichtshalber nicht stattfinden zu lassen.

    Watertoorn Börkum e.V. 

    Auch die Mitglieder des 2007 gegründeten Watertoorn Börkum e.V. leisten hervorragende Arbeit. Sie haben sich dem Erhalt des Borkumer Wasserturms verschrieben – und bisher bereits eine Menge erreichen können. So konnten dank ihres ehrgeizigen Einsatzes in den vergangenen Jahren sowohl die hölzerne Laterne rekonstruiert als auch die Außenfassade saniert werden.

    Oberstes Ziel des Vereins ist es, den Wasserturm wieder komplett herzurichten und der Öffentlichkeit als Wassermuseum zugänglich zu machen. Nachdem sich die Verantwortlichen bereits im November 2019 über eine Förderung des Bundes in Höhe von 912.000 €
    freuen durften, hat im Juli 2020 nun auch das Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen bestätigt, die Einrichtung eines Wassermuseums sowie Erlebnis- und Bildungszentrums im Borkumer Wasserturm mit rund 1,8 Millionen € zu fördern.

    Nachdem der Verein am 24. November auch den letzten Förderbescheid erhalten hat, wird er sich nun daran machen, die damit verbundenen Fördergelder sowie den selbst aufgebrachten Eigenanteil von rund 300.000 Euro in die konkrete Umsetzung der nächsten Bauschritte zu investieren. Dabei wird sich der Vorstand zunächst u.a. mit Architekten und dem Bauamt der Stadt Borkum austauschen, ein genaues Leistungsverzeichnis für den Watertoorn, das geplante Waterhuus sowie die Einrichtung beider Gebäude erstellen und entsprechende Ausschreibungen vorbereiten. „Wir werden in den nächsten zwei Jahren voll und ganz beschäftigt sein mit dem Umbau des Wasserturms zu einem Museumsgebäude und der Errichtung des Waterhuus. So werden so gut wie keine Aktivitäten, wie Führungen u.a. möglich sein. Auch die Öffnung des Turms zu Weihnachten oder Silvester finden nicht statt – die Gründe sind ja allgemein bekannt. Wir haben uns aber vorgenommen, die Öffentlichkeit über den Baufortschritt zu informieren“, erklärt der Vorsitzende Werner Tapper. Selbstverständlich gibt es darüber hinaus noch viele weitere bunte Vereine, die so ziemlich alles abdecken, was man sich nur wünschen kann. Ob Wassersportverein Burkana, Reiterverein, Strandseglerverein, Sportschützenverein, Sportfischerverein, Borkumer Tennis-Club, Fliegerclub, Lions oder Rotary – diese und viele mehr sorgen dafür, dass es auf Borkum garantiert niemals langweilig und eintönig wird.

    Übrigens: Auch Gäste können natürlich Mitglied bei vielen der hier aufgezählten Vereine werden. Diese freuen sich stets über neue Mitglieder, Spenden oder sonstige Unterstützung – und werden dank dieser in der Post-Corona-Zeit auch sicherlich wieder aktiver werden können!

    Wichtiger Hinweis der Redaktion: Einige der hier beschriebenen Winteraktivitäten können aufgrund der sich laufend verändernden Corona-Regeln leider nicht aufrechterhalten werden.

    (Falls wir in der folgenden Aufführung einen Verein vergessen haben sollten, bitten wir um Entschuldigung!)



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