BurkanaEin Stück Borkum...



  • Göran Sell diskutiert mit Experten über eine klimaneutrale Wärmeversorgung. (Quelle KEAN)

    Eine besondere Verantwortung

    Borkum auf dem Weg zur emissionslosen Insel

    Inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer gelegen, trägt die Nordseeinsel Borkum eine besondere Verantwortung für Natur und Umwelt, sodass man hier traditionell auf den Einsatz erneuerbarer Energien sowie die Verringerung von CO2-Emissionen setzt.

    Um diesem Anliegen einen offiziellen Rahmen zu geben, hat sich die Insel bereits 2015 in ihrer Zukunftsstrategie „Borkum 2030“ auf die Fahnen geschrieben, in den kommenden Jahren nachhaltig, klimaneutral und emissionslos zu werden. Dass das keine leeren Worte sind, kann man beispielsweise an dem verstärkten Anliegen des Unternehmenssegments Stadtwerke festmachen, seine Kunden zunehmend mit alternativer Energie zu versorgen. „Auf Borkum stammen bereits 2/3 des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien. Die Insel weist damit gegenüber dem Bundesdurchschnitt eine deutlich nachhaltigere Stromnutzung auf“, berichtet Prokurist und Stadtwerkedirektor Axel Held.

    Außerdem setzt die Nordseeheilbad Borkum GmbH Maßstäbe im Bereich der nachhaltigen Mobilität, deren ganze Bandbreite auf der Insel erprobt wird. Nachdem die Verantwortlichen bereits 2015 die erste Ladesäule für Elektroautos auf der Insel errichten ließen, setzen sie seitdem darauf, den öffentlichen Fuhrpark bis 2030 komplett durch Elektromobile zu ersetzen.

    Neue Wege bei der Wärmeversorgung

    Nicht zuletzt konzentriert sich das Tochterunternehmen der Stadt Borkum auf dem Weg zur Emissionslosigkeit auch auf die klimabelastende Wärmeversorgung. Dass die Insel hierbei ganz neue Wege beschreiten möchte, beweist folgendes Vorhaben: So arbeiten die Verantwortlichen im Rahmen eines innovativen Quartierskonzeptes für den Ortsteil Reede derzeit an einer Grundidee, die darauf abzielt, die Nordsee – hier konkret das Hafenbeckenwasser – als Quelle für ein ausgeklügeltes Wärmepumpensystem zu nutzen.

    Im Fokus des Interesses

    Wie bedeutend Borkums Weg in die Klimaneutralität ist, zeigt sich mitunter am großen Interesse des Landes Niedersachsen. Nachdem das Modell einer emissionslosen Insel bereits im letzten Jahr im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtags vorgestellt wurde, dauerte es nicht lange, bis es auf den Agenden entsprechender Veranstaltungen nach oben rückte. So war Göran Sell jüngst nicht nur zu Gast auf der von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen initiierten Veranstaltung „Nachhaltige Wärmeversorgung für die Tourismusregion Nordseeküste“ im friesischen Dangast. Vielmehr schloss sein Impulsvortrag „Borkum 2030 als emissionslose Insel – Zielsetzung und erste Schritte“ inhaltlich direkt an den Auftritt und die Grundthesen des Niedersächsischen Ministers für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, an. „Wir freuen uns über diese große Aufmerksamkeit, die zweifelsohne unterstreicht, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden! Besonders stolz sind wir dabei auf die großen Fortschritte – sowie auf die rasche Realisierung entsprechender Pilotprojekte, mit denen bereits wichtige Ergebnisse erzielt werden konnten“, zeigt sich Sell zufrieden.

    Weitere Informationen zu Borkums Weg zur emissionslosen Insel finden Sie im kommenden BURKANA-Magazin!