BurkanaEin Stück Borkum...



  • Ein wahre Augenweide - und immer eine Rettung wert! (Bildquelle: T. Dachwitz)

    Der erfolgreiche Kampf um den Wasserturm

    Wassermuseum soll teilweise unterirdisch eingerichtet werden

    Um die Trinkwasserversorgung auf Borkum professioneller zu organisieren, errichtete man im Jahre 1900 auf einer hohen Düne einen mächtigen Wasserturm. Obwohl dieser mehr als sechs Jahrzehnte zuverlässig seinen Zweck erfüllte, geriet er nach der Umstellung auf die moderne Pumpentechnik zunehmend in Vergessenheit. Glücklicherweise gibt es auf Borkum jedoch zahlreiche engagierte Insulaner, die sich für die Zeugnisse der Zeit stark machen – und sich dafür einsetzten, diese vor der Bedeutungslosigkeit zu bewahren. Mit dem Ziel, den Wasserturm als ein Wahrzeichen der Insel zu erhalten und hier in Zukunft ein Wassermuseum einzurichten, gründete sich daher vor mehr als zehn Jahren (am 7.7.2007) der Verein Watertoorn Börkum e.V., dessen Mitglieder sich dem Kampf gegen den Verfall des Turms verschrieben haben.

    Dank der großen Unterstützung von Borkumern, Butenbörkumern sowie Gästen vom Festland gelang es dem Verein, den Wasserturm im Jahre 2010 im Rahmen eines Pachtvertrages für 49 Jahre zu übernehmen – und seine „Wiederbelebung“ künftig in die eigene Hand zu nehmen. Der damit einhergehenden Verantwortung bewusst, krempelten die Mitglieder um den Vereinsvorsitzenden Werner Tapper die Ärmel hoch und stürzten sich umgehend in den Kampf zur Rettung des Wasserturms. „Wir haben uns dabei auch durch den erbärmlichen baulichen Zustand des Wasserturms nicht entmutigen lassen“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Werner Tapper.

    Nachdem in den vergangenen Jahren sowohl die hölzerne Laterne rekonstruiert als auch die Außenfassade saniert werden konnte, konzentrieren sich die Verantwortlichen nun auf den Innenausbau und die konkreten Planungen für die Einrichtung des Wassermuseums.

    Museum im „Untergrund“

    Da die geplanten Ausstellungsebenen im Turm nicht sehr groß sind, strebt der Verein im Anschluss an den Innenausbau des Turms weitere Baumaßnahmen an. Demnach soll in den Boden der Wiese direkt vor dem Wassermuseum ein „Erdmuseum für Süßwasser“ eingebaut werden, das über eine geeignete Ausstellungsfläche und weitere notwendige Räumlichkeiten verfügt. „Oberirdisch zu sehen ist dann nur ein kleines Häuschen, das u.a. für Fahrstuhlschacht, WC, Heizung und Technik benötigt wird. Tageslicht bekommen wir durch der Wiese angepassten Lichtkuppeln“, erklärt Tapper.

    Wann genau mit dem Umsetzung dieses Projektes begonnen wird, können die Verantwortlichen noch nicht exakt sagen. „Erst wenn die entsprechenden Bauphasen des Innenbereichs abgeschlossen sind, werden wir die weiteren konkreten Schritte unternehmen. Wichtig ist uns dabei, dass wir jeden Schritt mit der nötigen Sorgfalt begehen. Unabhängig von der Umsetzung der unterirdischen Ausstellungsfläche soll der Museumsbetrieb aufgenommen werden, sobald der Innenraum des Wasserturms abgeschlossen ist. Hierbei streben wir eine baldige und zügige Realisierung an“, ist Tapper zuversichtlich.

    Weitere Hintergrundinformationen zum geplanten unterirdischen Wassermuseum finden Sie im kommenden BURKANA-Magazin!