BurkanaEin Stück Borkum...



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    Barbara Fremdling erklärt einer jungen Frau aus Syrien die deutsche Grammatik. Im Hintergrund ist auf dem Lehrerpult das BURKANA-Magazin zu erkennen.

    BURKANA-Magazin hilft bei Integration

    Flüchtlinge nutzen maritimes Magazin als Lernmaterial

    Bereits seit April organisieren die ehemalige Deutschlehrerein Barbara Fremdling, die ehemalige Verwaltungsangestellte Heide Eden, die frühere Berufsschullehrerin Heidi Ludewig sowie der emeritierte Professor Dr. Ulrich Langkamp ehrenamtlich einen nahezu einmaligen Unterricht, im dem Flüchtlingen auf Borkum der Umgang mit der deutschen Sprache beigebracht wird. Die Kursteilnehmer – überwiegend syrische Kurden aus dem stark umkämpften Aleppo – kommen von Montag bis Donnerstag jeweils 5 Unterrichtsstunden in ihrem Klassenzimmer im Gemeinderaum der katholischen Kirche „Maria Meeresstern“ zusammen und lernen vor allem das Hör-Verstehen und Sprechen. Oberstes Ziel dabei ist es, den Flüchtlingen die sprachliche Bewältigung von Alltagssituationen zu vermitteln, damit diese z.B. verinnerlichen, wie man sich richtig vorstellt oder sich beim Einkaufen, Essen, Wohnen und bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zurechtfindet.

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    Die Flüchtlinge freuen sich über den Unterricht und arbeiten fleißig mit.

    Im Rahmen des Unterrichts arbeiten Lehrer und Flüchtlinge mit aus Landesmitteln finanzierten Lehrmaterialien, nutzen jedoch auch auf weitere Publikationen und Schriftstücke wie das BURKANA-Magazin. „Ich vermute, dass kein BURKANA je so intensiv genutzt wurde wie diese beiden Frühlings-Sommerausgaben. Aus dem letzten Heft haben die Schüler alle möglichen Fotos/Fototeile herausgeschnitten und mithilfe einer lange Liste von meinen Worterklärungen – von Milchbude über Musikpavillon bis Buhne – zu Wortkarten geklebt, die auswendig gelernt und bei einem Stadt-Strandspaziergang ‚in echt’ wieder zu entdecken waren. Wie gut diese ‚Borkumwörter’ langfristig bei allen sitzen, werde ich kommende Woche mit dem neuen Burkana-Magazin rausfinden: dann müssen die Schüler alles Fotografierte in Worte fassen“, erklärt Barbara-Fremdling.

    Die ehrenamtliche Lehrerin lobt zudem den im aktuellen BURKANA-Magazin veröffentlichten Beitrag über den Flüchtlingsunterricht mit den Worten: „Wichtig ist, dass der Artikel – vor allem mit seinem empathischen Schlussabsatz – geeignet ist, vielleicht beim Leser doch irgendwo schlummernde Aversionen gegen DIE Flüchtlinge auszuräumen.“

    Die neueste Ausgabe des BURKANA-Magazins erhalten Sie kostenlos u.a. in der Kulturinsel und der Tourist-Info am Bahnhof.